Orange County & L.A.

Hi ihr Lieben.

letztes Wochenende bin ich das erste Mal, seit ich wieder in den Staaten bin, raus aus Riverside gekommen. Ich hab mir also für das letzte Wochenende ein Auto gemietet. Am Anfang hatte ich etwas Probleme mich wieder an das Fahren mit Automatik zu gewöhnen, aber nach einiger Zeit ging es. Das Auto war auch ganz ok soweit. Aber Autofahren mit normaler Gangschaltung macht einfach viel mehr Spaß. So ist Autofahren zwar entspannter, aber eben auch langweiliger. Ich bin also Samstag früh gegen 10 erstmal Richtung Orange County gefahren. Orange County liegt auf dem Weg nach L.A.. Da meine Freundin, bei der ich das Wochenende verbringen wollte, noch keine Zeit hatte, bin ich erstmal in das South Coast Plaza gefahren. Das South Coast Plaza ist ein Edelkaufhaus in O.C. . Auch wenn ich mir in den meisten Läden nichts leisten kann, wollte ich mir das trotzdem schon immer mal angucken, da dort sehr viele, die aus L.A. kommen, gerne einkaufen gehen. Schließlich hat das Kaufhaus auch bezahlbare Läden (Forever 21, Victoria’s Secret u.s.w.). Dort war ich dann erstmal 2 Stündchen, habe mir etwas bei Victoria’s Secret gekauft und habe dann noch ne Kleinigkeit gegessen. Dort gab es echt schöne Cafes und Restaurants. Also hab ich mir in einem Cafe einen Kuchen bestellt, der echt lecker und auch ziemlich europäisch aussah, aber mal wieder zu einem Zuckerschock führte. Ich glaub bald, dass man es aufgeben kann, hier etwas Süßes zu Essen, was nicht so süß ist, dass einem schon schlecht wird. Aber wenigstens war das Cafe sonst ganz schön. Da echt gutes Wetter wieder war, konnte ich meinen Kuchen draußen genießen. Und das Einkaufszentrum war auch wunderschön. In den anderen Einkaufsmalls hier sind sonst immer tausend Leute, in den Läden herrscht das reinste Chaos, es gibt nur Ketten und der typische fastfoodfressende Amerikaner ist dort anzutreffen. Aber dort war es mal echt angenehm. Später, nachdem ich mir dort etwas die Zeit totgeschlagen habe, bin ich zu Melina gefahren. Und sie wollte auch nochmal in ein Einkaufszentrum zu einem Outlet. Also haben wir das gemacht. Dort habe ich mir nichts gekauft, weil ich eigentlich nichts mehr brauche und weil ich eh etwas Kopfschmerzen hatte und mir nicht so danach war. Auf dem Rückweg sind wir dann Sushi essen gewesen und das war mal wieder echt lecker und so dermaßen günstig. 6 Rollen für $2.95 ist so ziemlich das wenigste, was ich je in einem Restaurant bezahlt habe und sonst ist es ja echt teuer hier und in L.A. sowieso. Danach kam die Frage auf, was wir jetzt mit unserem Abend noch machen. Eigentlich wollten wir ins 1 OAK und ich wollte da wirklich schon so lange mal hin, aber ohne Promoter ist es halt sehr doof. Ohne Promoter muss man mindestens 40 Dollar zahlen und Getränke kriegt man nicht unter 10 Dollar. Das find ich halt total übertrieben. Mit Promoter kommt man umsonst rein und kriegt Getränke umsonst. Auch wenn das Konzept total oberflächlich ist, bin ich trotzdem froh, dass ich dann so viel sparen kann. An dem Tag hatte nur keiner im 1 Oak gearbeitet. War etwas doof. Also hatten wir noch zich andere Möglichkeiten, aber alle nur mit elektronischer Musik. Ich bevorzuge zwar auch lieber Hip Hop, aber meine Freundin hasst halt elektronische Musik, dann wär das schon etwas doof gewesen. Also haben wir dann nur bei ihr etwas getrunken und Clueless angeguckt. Dabei sind wir auch etwas eingeschlafen. Hier sind immer nach 2 Uhr, wenn die ganzen Clubs schließen, Afterhourpartys. Da war eine riesige, aber wir sind dann da doch nicht hin, weil wir noch bis 2 Uhr hätten warten müssen und uns beiden echt die Augen zufielen. Außerdem wird jede zweite Afterhourparty in den Hollywood Hills von den Cops aufgelöst. Wäre dann noch ärgerlicher, wenn man da hinfährt und gleich wieder fahren kann. Diese Partys sind eh ein bisschen sehr krass in den Hills. Da kann es zwar gut sein, dass man mit Promis Party macht, aber Drogen werden da auch gerne genommen. Bei sowas würd ich sowieso direkt abhauen.
Sonntag früh gab es ein kleines Erdbeben. Nur ganz kurz, aber danach hatte ich trotzdem Probleme weiterzuschlafen, weil ich ewig Angst hatte, dass da noch etwas nachkommt. Nach dem Frühstück sind wir dann nach Laguna Beach gefahren. Diese Stadt ist so dermaßen schön. Da weiß ich wieder wieso ich Kalifornien so dermaßen liebe. Und schließlich ist das auch nicht weit weg von L.A.. Dort wohnen auch eher gutbetuchte Leute, wie generell in O.C.. Und kein Wunder, dass die Straßen dort so perfekt aussehen, wenn die einfach mal §8.00 Mautgebühren nehmen. Dort waren wir dann etwas am Strand, weil es wirklich warm war. Bikini konnte man zwar tragen, aber ins Wasser konnte man definitiv nicht. Da erfriert man direkt. Später sind wir noch etwas durch Laguna gebummelt, allerdings außer ein paar Postkarten konnte ich mir nichts leisten. Alles so unglaublich teuer dort. Aber die Leute dort können es sich eben leisten. Aber schön fand ich, dass dort auch viele kleine Gallerien waren. Schöne Gemälde lieb ich ja. Danach sind wir nur noch mit dem Auto einmal durch Newport gefahren und dann wieder zurück zu Melina und dann bin ich auch schon zurück nach Riverside gefahren. Und mittlerweile fiel mir das Fahren auch richtig leicht.
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Montag hatte ich das Auto auch noch bis abends. Da bin ich dann wieder alleine nach L.A. gefahren. Diesmal war ich da aber auch ganz alleine, weil alle arbeiten mussten oder auch zur Uni mussten. Für ein Museum kann man leider sowieso nicht viele Leute begeistern. Als erstes bin ich zum Getty Museum gefahren, wo mir dann gesagt wurde, dass die montags geschlossen haben. Das stand echt nirgends auf der Homepage, weil ich extra noch nach Öffnungszeiten geguckt habe. Und eigentlich wollte ich das so machen, dass ich erst zum Getty Museum fahre, weil mir dort auch die Ausstellungen mehr zusagten, und danach kann man mit dem selben Ticket in die Getty Villa. Man zahlt also nur einmal, wenn man beides an einem Tag macht und da die nur 20 Minuten voneinander entfernt sind, hatte ich das vor. Also war es letztlich nur die Getty Villa. Das Anwesen der Villa ist wirklich wunderschön und es war übertrieben heiß. 27 Grad waren es und es bleibt jetzt auch erstmal heiß. Juhu. Die Ausstellung war auch ok, aber, da es um das Antike Rom ging, nicht wirklich etwas Neues. Hat man alles schon hundertfach gesehen und gehört. Aber gut, für die Amis ist es wahrscheinlich schon etwas Neues. Danach hab ich dort noch ne Kleinigkeit gegessen zu totalen Touristenpreisen. Teurer ging es echt nicht. Als ich mit der Getty Villa fertig war, bin ich noch einmal zum LACMA, einem anderen Museum, gefahren. Davor stehen hunderte von Laternen. Diese Location mit den Laternen wird in vielen Filmen benutzt. Rein habe ich es allerdings nicht mehr geschafft, da man ja den L.A. Verkehr miteinplanen muss. Also nur davor ein paar Fotos gemacht. Zum Glück sind Amis immer so überaus freundlich und man findet immer genug, die einen auch mal fotografieren, wenn man schon alleine unterwegs ist. Die Ausstellung wäre wahrscheinlich eher etwas für mich, da es sich um ein Kunstmuseum handelt und mir das in der Regel am Meisten zusagt. Sagt ja auch schon der Name: Los Angeles County Museum of Arts (LACMA). Aber wer weiß, vielleicht schaff ich es da ja auch noch hin. Das war also mein Wochenende und Melina und ich überlegen grad, wie man am besten zu den anstehenden Oscars kommt. Also so, dass man auch den ein oder anderen sieht. Wir werden sehen, was sich ergibt. Abends hab ich dann das Auto wieder weggebracht und habe es echt in letzter Sekunde geschafft bevor die geschlossen haben.
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Das Autofahren in Großraum L.A. find ich teilweise echt etwas stressig. Man kriegt für so ziemlich jeden Scheiß ein sogenanntes Ticket (Strafzettel). Fährst du mehr als 10 mph zu langsam, kriegst du eins, fährst du minimal zu schnell ebenfalls. Außerdem ist es auf den Highways so, dass du von jeder Spur überholen darfst. Also nicht wie in Deutschland, dass man nur von links überholen darf. Auf der ganz linken Spur gibt es hingegen den sogenannten Carpool, wo du nur fahren darfst, wenn man mindestens zu zweit im Auto ist. Und manchmal gibt es noch eine weitere linke Spur, die sogenannte Fastlane, die du nur benutzen darfst, wenn du einen monatlichen Beitrag zahlst. In Amerika kann man sich somit wirklich alles erkaufen, sogar besseren Verkehr. Verstößt man gegen eine der Regeln, das heißt man ist ausversehen dadrauf, kriegt man mal wieder ein Ticket. Und bei Ticket red ich nicht von einem vertragbaren Betrag, sondern von 400 Dollar und aufwärts. Ziemlich krank die Amis. Die Regel mit dem Carpool find ich auch die schwachsinnigste, von der ich je gehört habe. Vor allem weil Leute, die allein im Auto sind, meiner Meinung nach meistens viel eher in Eile sind und an ihr Ziel kommen müssen. Also hier muss man echt aufpassen, dass man nicht gegen die kleinste Regel verstößt. Eine weitere komische Regel find ich den Ersatz für unseren Rechts-vor-Links-Verkehr. Gibt es hier so nicht, stattdessen hat jede der 4 Straßen ein Stopschild und derjenige, der zuerst stoppt, darf auch als erster wieder fahren. Das find ich dahingegen doof, dass das manchmal nicht ganz eindeutig ist und ich persönlich dann etwas verwirrt bin und mich frage, ob ich jetzt fahren darf oder nicht. Aber ansonsten gewöhnt man sich an das Fahren. Eine tolle Sache ist zumindest, dass die Highways meistens um die 5 Spuren haben.
Dienstag war ich mittags mit einer Freundin, namens Judith, etwas auf dem Main Campus essen, und danach lag ich dann nur am Pool und hatte am Abend ein Midterm in Internal Audit und das war echt eine der schlechtesten Leistungen, die ich seit langem abgeliefert habe. Ich wusste so wenig, weil ich alleine viele der Fragen nicht verstanden habe, da mir ein wenig das Finanzvokabular gefehlt hat. Heute, Mittwoch, hab ich immer einen freien Tag, also ging es dann auch zum Pool. Ich meine bei 27 Grad und freiem Tag muss man einfach zum Pool. Da habe ich auch seit längerer Zeit mal wieder jemand neuen kennengelernt. Eine Spanierin, die auch alleine am Pool war. Die war echt nett, nur das Englisch von Spaniern und auch Franzosen ist manchmal so schlecht, dass mir das richtig Mühe macht die zu verstehen. Also wäre es mir etwas lieber gewesen jemanden kennenzulernen mit besseren Englischkenntnissen oder zumindest besserer Aussprache. Sie meinte zu mir, dass bei denen das Schulsystem so ist, dass die nur englische Grammatik lernen. Die schreiben keine Aufsätze, lesen keine Texte und unterhalten sich nicht viel in der englischen Sprache. Das ist natürlich echt nicht besonders sinnvoll, wenn man nur so Englisch lernt.

Liebe Grüße, eure Jill

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