Zurück in Riverside

Hi ihr Lieben.

Seit etwas über einer Woche bin ich nun wieder in Riverside. Meine 3 Wochen Ferien in Deutschland waren sehr schön. Gutes Essen und meine Familie und Freunde wiedersehen. Besonders schön war wohl Weihnachten und ein paar Momente mit meinen liebsten Freunden. Auch ein wenig Schnee bekam ich zu sehen. Weniger schön war allerdings, dass ich teilweise etwas krank war. Ganz am Anfang hatte ich eine Erkältung und am Neujahrstag und noch den 2 darauffolgenden Tagen extreme Kopfschmerzen und das obwohl ich nicht einmal viel an Silvester getrunken habe. Aber dennoch habe ich die Zeit genossen. Ich konnte etwas entspannen und auch einfach mal Nichts tun. Hier in Riverside war ich eigentlich jeden Tag unterwegs und hatte manchmal für mich selbst kaum Zeit. So viel Uni habe ich hier zwar nicht, aber dafür habe ich sehr viel immer unternommen. Langeweile kam so gut wie nie auf. Allerdings tut es meinem Portmoinee auch mal gut, wenn ich nichts mache.
Am 8.1. ging es dann zurück nach Riverside. Erstmal hieß es 6 Uhr morgens aufstehen. Das war schon eine Qual so früh aufzustehen. Eine Stunde später fuhren wir schon in Richtung Frankfurt. Die Fahrt dauerte leider ziemlich lange, da wir mitten im Berufsverkehr fahren mussten. Dort angekommen hab ich erstmal mein Gepäck abgegeben. Mein Flug hatte eine halbe Stunde Verspätung und deshalb habe ich noch etwas Zeit mit meinen Eltern verbringen können. Dann haben wir uns verabschiedet und ich musste erst durch die Passkontrolle, dann durch die Handgepäckkontrolle und dann erstmal Kilometer zu meinem Gate laufen. Eine Sache, die ich am Frankfurter Flughafen hasse, ist definitiv, dass er so riesig ist. Letztlich hatte dann mein Flug nochmal zusätzliche 50 Minuten Verspätung. Irgendwann ging es dann los. War kein besonders toller Flug. Das Essen war ok (Lufthansa hat einfach nach wie vor das bessere Essen), die Sitze sind enorm unbequem, mein Sitznachbar nervte irgendwie und mein Touchscreenmonitor funktionierte irgendwann nicht mehr, so dass ich keinen Film gucken konnte. Nach 8 ½ Stunden Flug bin ich endlich in Washington angekommen. Dort musste ich mich an eine Riesenschlange anstellen und ich hab schon den Securitytypen gefragt, ob ich mich nicht an eine schnellere Schlange anstellen könnte, da ich meinen Anschlussflug kriegen muss, aber leider musste ich in der Schlange mit den Nichtamerikanischen Pässen anstellen. Die Schlange für die amerikanischen Pässe war nämlich enorm kurz und wurd als sogenannte Express Line betitelt. Nach einer halben Ewigkeit war ich dort fertig, musste nun meinen Koffer suchen, durch eine weitere Kontrolle (die Zollkontrolle, wo man einen Zettel abgibt, auf dem man erklärt, was man für Waren einführt), danach musste ich meinen Koffer wieder auf ein Band geben. Nun kam eine erneute Handgepäckkontrolle. Verstehen muss man das nicht, da alle, die dort sind, bereits einen Flug hinter sich haben und durch eine Kontrolle gegangen sind. Da die Amis bei sowas sehr gründlich sind, dauerte der Spaß auch nochmal ewig. Und auf dem Flughafen musste ich auch schon wieder Kilometer rennen. Letztendlich habe ich meinen Anschlussflug nach Orange County nicht bekommen, musste umgebucht werden zum LAX. Dort saß ich in einem echten scheiß Flieger. Er war viel enger, für Essen musste man zahlen und aber auch fürs TV. Das heißt vor mir war zwar ein Monitor, aber eben auch ein Kreditkartenabrechner, ohne den man kein TV gucken konnte. Der Flug ist ja noch nicht teuer genug. Da ist es natürlich zu viel verlangt, dass so eine Leistung im Preis mit inbegriffen ist. Und neben mir saß eine Frau, die ziemlich krank war. Da konnte ich mich schon auf meine nächste Krankheit freuen. Das einzig Gute war, dass ich fast 6 Stunden durchgeschlafen habe. Angekommen in L.A. musste ich mich erstmal darum kümmern, dass mein Gepäck, welches noch in Orange County war, irgendwie zu mir geschickt wird. Wurd es dann auch am nächsten Tag. Und dann habe ich mir noch ein Taxi nach Riverside genommen (extrem teuer) und war froh, dass ich gegen Mitternacht endlich zuhause war und erstmal schlafen konnte.
Nun bin ich also wieder hier und habe wie jedes Mal mit einem Jetlag zu kämpfen. Ich könnte am liebsten rund um die Uhr nur schlafen. Ich schlaf ja sowieso für mein Leben gerne, aber wenn ich so einen Jetlag habe, verschlimmert sich das Ganze noch ein wenig. Somit habe ich die ersten Tage absolut Nichts gemacht. Mein Tag bestand aus Schlafen, Essen und Seriengucken. Ich bin nur zum Einkaufen mal aus dem Haus gegangen. Find ich ja auch schon wieder typisch Amerika, dass mehr als einen Monat vorher im Supermarkt diverse Valentinsgeschenke verkauft werden. Daran sieht man wieder, dass dieser Tag nur erfunden wurde, um den Pralinenverkauf anzukurbeln.
Am Montag, den 12.1., ging es dann los mit dem neuen Quarter. Allerdings hatte ich da noch keinen Kurs, da ich montags wohl nie einen Kurs haben werde in diesem Quarter. Also ging es erst so richtig am Dienstag los. Mein erster Kurs war „Internal Auditing“. Schon ein ziemlicher Unterschied zu Marketing. In Marketing muss man nur gut reden können und verstehen tut man auch alles. In Finanzfächern ist es ziemlich anders. Da kann es schonmal sein, dass man etwas nicht versteht, da man die benötigten Wörter höchstwahrscheinlich nie gelernt hat. Einziger Vorteil: Die Fächer gehen alle nur 9 Wochen. Also mehr Aufwand, aber etwas schneller fertig. Somit werde ich meine letzte Woche am Ende, die ich nun zur freien Verfügung habe, wahrscheinlich in L.A. verbringen. Am Mittwoch habe ich dann auch wieder frei. Da hab ich mich nur mit einer Freundin zum Mittag getroffen und habe ansonsten eher nichts gemacht. Donnerstag und Freitag waren dann wieder Vorlesungen. Weniger schön ist, dass mein Dozent vom Donnerstag nur redet und absolut keine Verbildlichungen (Powerpoint, Tafelanschriebe) benutzt. Somit ist die Einschlafgefahr bei mir relativ hoch. Auch bin ich mir noch nicht ganz sicher, ob ich mich nicht etwas übernommen habe, da ich seit langem echt mal wieder das Gefühl habe lerntechnisch an meine Grenzen zu kommen. Es ist wirklich schwer. Aber ich will auch nicht die Kurse wechseln, da Marketing zwar ganz lustig ist und die Leute dort auch meistens etwas cooler sind und weniger streberhaft, aber ich letztlich auf meine Zukunft hinarbeite und ich mich nicht wirklich im Marketing sehe (eventuell in der Marktforschung, aber diesen Kurs habe ich bereits absolviert). Ansonsten war meine Woche nicht so toll. Ich war fast durchgehend müde (ich hasse Jetlags und habe den komischerweise nur in die Richtung und nicht wenn ich nach Deutschland komme). In Deutschland muss ich sagen hatte ich seit Jahren den besten Schlafrhythmus. Normalerweise gehe ich, auch an Unitagen, frühestens um 1 ins Bett (es kann aber auch mal 2 oder 3 werden) und schlaf dann richtig viel am Tag. Diesmal bin ich bis auf ein paar Feierausnahmen immer schön spätestens um Mitternacht im Bett gewesen und bin auch gegen 10 spätestens aufgestanden und habe, was sonst eher nicht mein Ding ist, tatsächlich gefrühstückt. Diese Woche war jedenfalls auch nicht so toll, dass ich etwas freundelos war. In den Kursen hab ich nicht so wirklich Leute kennengelernt und der Pool war gesperrt. Dort konnte man sonst ganz gut Leute kennenlernen. Aber Freitagabend hatte ich dann das Glück von einem französischen Freund, Amaury, zu deren Apartmentparty eingeladen zu werden. Auf deren Partys war ich im letzten Quarter echt häufig und er ist einer der wenigen Leute, die ich noch kenne vom letzten Quarter. Die Party war echt mal wieder sehr gut, auch wenn ich es bereue, dass ich mir nicht von ein paar Leuten die Nummer geben lassen hab. Aber hoffentlich ergibt sich nochmal die Chance auf neue Leute zu treffen.

Jill

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