Thanksgiving in San Francisco

Hi ihr Lieben,

letztes Wochenende, an dem Thanksgiving war, war ich mit Meike, Lisa und Denise in San Francisco.
Thanksgiving find ich ist eins der wenigen Feste, was ich wirklich sinnvoll finde. Die meisten, vor allem amerikanische, Feste sind purer Kommerz. Aber bei Thanksgiving geht es wirklich darum Zeit mit seiner Familie zu verbringen und sich mal selbst bewusst werden wofür man dankbar ist. Wir verbringen eh viel zu viel Zeit damit uns über Dinge aufzuregen und schenken Dingen, für die wir dankbar sein sollten, viel zu wenig Beachtung und nehmen sie als selbstverständlich hin. Ich bin jedenfalls dankbar dafür, dass ich die Chance habe das hier alles erleben zu dürfen, dass ich in meinen 23 Jahren schon so viel von der Welt sehen durfte und so viele schöne Momente erleben durfte. Und ich bin dankbar dafür, dass ich eine so tolle Familie habe, ohne die das niemals möglich wäre und die mich immer in allem unterstützt.
So nun zu meinem eigentlichen Wochenende. Eigentlich begann mein Wochenende schon Mittwoch. Da hatte ich frei, warum auch immer. Es war an dem Tag unerträglich heiß. Ursprünglich wollte ich ein paar Geschenke kaufen gehen. Allerdings entschied ich mich dann doch für den Pool. Ich war die erste dort. Später leisteten mir noch Denise, Lisa, Meike, Jacky und Sarah Gesellschaft. Die Sonne war wirklich mal wieder sehr stark. Am Abend ging ich relativ früh ins Bett, denn am nächsten Morgen hieß es um 5 aufstehen und fertig machen für unseren Trip.
Donnerstag, am eigentlichen Thanksgivingtag, fuhren wir los in Richtung San Francisco. 7 Stunden Fahrt. Zum Glück war kaum Stau und so kamen wir relativ gut durch. Und es war echt top Wetter, wenn auch um einiges kühler als in Riverside. Aber wenigstens Sonne und keine Wolken. Weniger toll war, dass ich mein Handyladekabel vergessen habe und ich somit etwas auf Entzug war. Als erstes fuhren wir zur Golden Gate Bridge und machten dort von allen möglichen Seiten Fotos von der Brücke. Ich hab mich da irgendwie ständig über Menschen aufgeregt, die im Weg standen. Dummerweise konnten die meisten davon deutsch. Bei einem hab ich es besonders bereut mich so aufzuregen, da der echt ziemlich gut aussah. Dann sind wir noch etwas auf einen Berg gefahren, um die Stadt komplett zu sehen. Und dann ging es noch zum Coit Tower, von wo aus man eigentlich die ganze Stadt perfekt sehen kann. Leider schien er über die Feiertage geschlossen zu sein. Also sind wir danach endlich zu unserem Hotel gefahren. Nicht das tollste, auch nicht die tollste Gegend, aber extrem günstig. In San Francisco ist nämlich alles teuer. Auch ein Parkplatz kostet extrem viel. Also konnte man es schonmal da aushalten. Als wir uns etwas frisch gemacht haben, sind wir essen gegangen. Leider war aufgrund des Feiertages fast alles geschlossen. Deswegen sind wir am Ende im Diner (Mel’s Diner) neben unserem Hotel gelandet. Ich hatte Spaghetti und besonders toll war das Essen nicht. Krieg ich besser hin. Aber es war ok.
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Am Freitag sind wir dann nach dem Aufstehen runter zum Frühstück gegangen. Wirklich nicht besonderes, aber man wurde satt. Frühstück in Amerika ist sowieso nicht besonders toll. Ewig diese Pancakes. Und in dem Hotel gab es Waffeln, die einfach mal salzig waren, Nicht besonders lecker. Danach haben wir den Bus zum Fisherman’s Wharf genommen und haben da ein paar Stunden verbacht. Alles in allem habe ich in San Francisco fast nur unfreundliche Menschen kennengelernt. Im Bus zum Beispiel hat mich eine alte Frau so dumm angemacht, dass ich noch Stunden später gereizt war. Des Weiteren gibt es extrem viele Obdachlose in San Francisco. In L.A. habe ich so viele nie gesehen. Am Fisherman’s Wharf haben wir auch etwas Mittag gegessen. War echt lecker. Es gab Pizza, die sehr gut war. Aber dort ist alles dreimal teurer als normalerweise. Danach sind wir vom Fisherman’s Wharf aus Richtung Chinatown gelaufen und danach sind wir noch zum Union Square gelaufen, wo es aufgrund von Black Friday super voll war. Black Friday ist immer nach Thanksgiving und die Geschäfte machen teilweise sogar schon am Spätabend des Donnerstags auf und dann heißt es shoppen, shoppen, shoppen, denn fast überall ist alles enorm reduziert. Natürlich nicht bei den Edelmarken. Die haben so etwas nicht möglich. Wir sind nur einmal in den MACY’s rein, um auf die Dachterasse zu gehen. Von da aus hatte man einen schönen Ausblick über die Stadt und die Schlittschuhebahn, die aufgebaut war. Ein bisschen wie in New York kam man sich vor. Später sind wir nur noch durch ein paar Geschäfte. Nur irgendwie war da kaum was reduziert. Zum Beispiel im Sephora. Da hab ich echt nicht verstanden, warum Leute für nicht reduzierte Ware stundenlang an der Kasse anstehen. Reduziert war nur ganz wenig. Black Friday war wirklich crazy. Schlimmer als ich es je kurz vor Weihnachten in Deutschland erlebt habe. Das war mir echt zu voll und total unentspannt. Vielleicht hätte ich bei ein paar Weihnachtsgeschenken gespart, wäre danach aber total gestresst gewesen und schließlich waren wir in San Francisco zum Sightseeing. Am Abend sind wir Sushi essen gewesen. Und das war echt schlecht da. Nicht wirklich lecker und wenn die Sushirollen total auseinanderfallen, war echt kein Könner am Werk. Etwas später sind wir noch zu einer Bar gelaufen. War ganz nett da und da hat uns ein Kerl auch gleich ne Runde ausgegeben. War also ein günsitger Abend.
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Am Samstag war es zwar nicht mehr sonnig, aber trotzdem noch recht warm. Wir hatten echt Glück mit dem Wetter. Wir sind nach dem Frühstück zum Alamo Square gelaufen. Das ist ein schöner Park. Sagt bestimmt vielen nicht viel. Aber wenn man es googelt, kennt jeder die Fotos von der berühmten viktorianischen Häuserfront. Wäre es richtig sonnig gewesen, hätte man da auch etwas mehr Zeit verbringen können. So ging es aber wieder Richtung Union Square. Irgendwie sind wir zwischendurch in dem schlimmsten Ghetto aller Zeiten gelandet. Da hatte ich echt Angst. In so ner schlimmen Gegend war ich noch nie zuvor. Wir waren da etwas fehl am Platz und ich hab schon gedacht, dass wir gleich überfallen werden. Als wir das überstanden hatten, sind wir in ein paar Geschäfte bummeln gegangen. Ich hab mich in ungefähr 100 Paar Schuhe und Taschen im Bloomingdale’s verliebt. Aber 300 Dollar für schöne Schuhe hab ich dann leider nicht grad übrig. Überhaupt muss ich ja sagen, dass ich hier echt wenig shoppe. Ich hätte vielleicht mal mehr Geld, wenn ich nicht so unglaublich viel Geld für Essen ausgeben würde. Bei geilem Essen kann ich nie nein sagen und so übertreib ich es da manchmal etwas mit den Ausgaben. Wird meine Mama freuen zu hören, dass ich daran nicht spare. Aber etwas mehr Geld für Klamotten wäre auch nicht verkehrt. Später ging es dann ganz touristenlike mit der berühmten Cable Car Richtung Meer. 6 Dollar pro Person. Die müssen da echt mehrere tausend Dollar pro Tag einnehmen. War aber ganz schön da. Sind dann nur noch etwas am Fisherman’s Wharf spazieren gewesen und dann mit einem Taxi zurück in unser Hotel gefahren. Später sind wir noch zu einem Italiener gelaufen. Das war definitiv das beste Essen vom Wochenende, wenn auch etwas teuer. Das Tiramisu war zwar ok, aber hat mit wirklichem Tiramisu wenig zu tun.
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Sonntag früh (halb 8) ging es nach dem Frühstück noch zur berühmten Lombard Street in San Francisco. Leider fing es an dem Tag an zu regnen und es regnete auch fast den ganzen Heimweg über. Nach ein paar Fotos von der Schlängelstraße fuhren wir Richtung Heimat über den Highway No 1. Unser erster Stop war die kleine, niedliche Stadt Monterey, die wir uns ein wenig angeguckt haben. Danach ging es auch schon nach Carmel, der wohl schönsten und teuersten Stadt ganz Kaliforniens. Da fand ich es echt sehr schön und könnte mir auch vorstellen, dass es sich dort leben lässt. Den 17-Miles-Drive sind wir aber nicht gefahren, da das eine Privatstraße ist, für die man zahlen muss. Also ging es dann Richtung Pfeiffer Beach und Big Sur. Da wurden ein paar Fotos vom Pfeiffer Beach, von der Bixby Bridge und vom McWay Wasserfall gemacht. Leider hatten wir für alles nicht ganz so viel Zeit. Deswegen wurde alles nur im Schnelldurchlauf gemacht. Meistens war dort nämlich nur 45mph und das ist einfach mega langsam. Als es schon dämmerte, machten wir noch einen Stop am Elephant Seal View Point. Davon habe ich keine Fotos, da es schon zu dunkel war, um noch etwas zu erkennen auf Fotos. In Morro Bay haben wir uns dann ein Motel gesucht und haben da mit Pizza im Bett den Abend ausklingen lassen.
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Montag ging es dann wieder recht früh los. Noch eben zum Vulkan in Morro Bay und dann weiter Richtung Solvang, einem dänischen Dorf. Diesmal haben wir auch kaum noch den Highway genommen, da das zu lange dauern würde. In dem Dorf sind wir auch nicht ausgestiegen, sondern nur ein wenig durchgefahren. Und danach sind wir noch nach Santa Barbara gefahren. Hätte echt nicht gedacht, dass wir das noch schaffen. Waren da natürlich auch nicht lange (nur 90 Minuten). Aber man bekam einen kleinen Einblick. Ich glaube an der UCSB würde ich am liebsten studieren. Direkt am Meer ist die Uni und wunderschöne Stadt. Die Häuser sind alle sehr mediterran designt. Außerdem fühlte ich mich sehr sicher in der Stadt und man traf gar keine komischen Menschen, wie in Riverside zum Beispiel. Danach sind wir dann nach L.A. gefahren, wo Denise’s Freund auf sie wartete und wir sind dann zurück nach Riverside gefahren. Trotz extrem viel Stau kam ich zum Glück rechtzeitig in Riverside an. Um 6 Uhr musste ich eine Präsi halten und es gab auch ein A (eine Eins). Juhu.
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Diese Woche liegt noch eine weitere Präsi an und Mittwoch werd ich dann endlich mal Geschenke kaufen. Das Quarter neigt sich auch dem Ende entgegen. In nur 16 Tagen flieg ich schon für die Weihnachtsferien nach Hause und verbringe dort circa 3 Wochen. Heute regnet es hier in Riverside. Soviel zu dem Spruch „It never rains in California“. In Southern California regnet es zwar wirklich fast nie, aber ab und zu eben doch. Gegen Wochenende soll es erst wieder besser werden. Also ich bin gespannt.
Liebste Grüße, eure Jill

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