Update über mein Leben hier

Hi ihr Lieben,

ich bin nun schon 2 Monate hier und bleibe noch einen weiteren hier bevor es für circa 3 Wochen nach Hause geht. Gefallen tut es mir hier immernoch sehr gut, wobei ich mir niemals Riverside als Wohnort aussuchen würde. Sollte ich jemals hierhin auswandern, ist wohl eher Redondo Beach, Beverly Hills oder so etwas in der Art mein Ziel. Aber dafür ist mein Appartmentkomplex einfach ein Traum. Und hier möcht ich echt nie wieder weg. Jederzeit die Möglichkeit zu haben in den Pool zu springen, ist echt toll. Mittlerweile geh ich auch regelmäßig in unser hauseigenes Fitnessstudio. Vorzugsweise morgens, wenn kein anderer da ist. Am Anfang hatte ich echt nur Muskelkater. Nachdem ich mich 5 Wochen auch gar nicht bewegt hatte (außer ein paar Bahnen schwimmen), ist das auch nicht wirklich ein Wunder. Und da es mittlerweile nicht mehr so heiß ist und ich eher weniger oft Zeit am Pool verbringe, ist das Fitnessstudio eine nette Alternative. Hier nochmal ein paar Fotos meiner Wohnung, die ich mir mit 3 Amerikanerinnen teile.
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123 (2)In der Uni läuft es sonst sehr gut. In Advertising hab ich im Midterm , wie jeder andere auch, ein A (eine 1) geschrieben. Daran sieht man ja, wie hoch das Niveau ist. Dort sind wir grade dabei unsere Werbekampagne zu erstellen. Ist ganz ok die Aufgabe. Social Media hingegen überfordert mich manchmal etwas. Ein ungeheurer Arbeitsaufwand. Für kein Fach muss ich so viel machen, Diese Woche müssen wir zum Beispiel ein Video drehen, in dem wir verschiedene Einstellungen (z.B. Over-The-Shoulder-Shot) mit einbringen. Der Zusammenhang zwischen dieser Aufgabe und Social Media bleibt mir allerdings ein Rätsel. Ich studier ja nicht „Film“. Mit Social Media kenn ich mich ja sonst ziemlich gut aus, da ich sowieso auf so ziemlich jeder existierenden Plattform vertreten bin. Mein Blog für dieses Fach ist übrigens http://jillvirginavetter.wordpress.com/. Market Research macht mir dafür am meisten Spaß. Mein Projekt nimmt Form an und ist fast fertig. Und die Lehrerin ist auch total Klasse. Mein viertes Fach ist leider nicht so praktisch ausgerichtet (Marketing Principles and Practice). Dafür ist hier der Dozent der beste von allen. Bei dem schläft man echt nicht ein und der hat so viel Berufserfahrung, dass der einem zu allem praktische Beispiele liefern kann. Eventuell nehm ich bei dem nächstes Quarter noch einen Kurs.
Ich hab mich jetzt auch für mein zweites Quarter angemeldet und bald ist schon wieder die nächste Zahlung fällig. Wenn es um Geld geht, ist die Uni immer schnell dabei.
Letztes Wochenende war mal etwas entspannter. Kein Ausflug. Es war Homecoming-Wochenende. Das ist etwas zu Ehren Ehemaliger. In Highschools wird dann auch noch so etwas wie die Homecomingqueen gekürt, was dann sowieso die Beliebteste ist. Auf einer Uni mit tausenden Leuten ist sowas eher nicht möglich. Aber trotzdem gibt es eine Woche lang viele Veranstaltungen. Am Freitag gab es ein kleines Fest. Homecoming ist immer mit einem Spiel verbunden. In diesem Fall mit Baskettball (UCR vs UCSD, San Diego). Also wurde Freitag ein großes Feuer gemacht, auf dem ein nachgebautes Maskottchen der UCSD, unserer Gegner, verbrannt wurde. Davor gab es viel zu Essen wie für mich zum Beispiel Schokobanane mit Mandelstreuseln und ein paar kostenlose Getränke (Energy Drinks). Diese Getränke waren so unglaublich süß und drauf stand, dass sie 0 Kalorien haben sollen. Wie das geht, ist mir ein Rätsel. Eine Outdoordisco gab es auch. Am Anfang wurd noch Hip Hop gespielt, später wurd mir die Musik etwas zu electrolastig. Dann gab es noch ein paar Auftritte von Feuerschluckern bevor es ein großes Feuerwerk gab und dann das Feuer angemacht wurde. Dann sind wir nur noch etwas tanzen gewesen in der Disco und haben zum Abschluss des Abends noch bei Fatburger gegessen. Auf der Party hat mich einer noch nach meiner Handynummer gefragt, der mich zu einer Afterparty einladen wollte. Allerdings frag ich mich echt, wieso man mich fragt und sich dann doch nie meldet. Interesse hatte ich zwar nicht an dem, aber an der Party umso mehr.
Samstag war dann das große Spiel. Also zog erstmal jeder sein T-Shirt mit dem Unilogo an. Und dann ging es los. Das war echt so typisch amerikanisch. Cheerleader performten zwischendurch und das Maskottchen lief auch immer durch die Reihen. Sogar eine Kapelle spielte. Also so ein Event wird richtig wichtig genommen. Die Trainer erscheinen in Anzug und das Spiel wird auch gefilmt. Gäb es in Deutschland niemals so. Aber ich finde so etwas fehlt in Deutschland. Das war wirklich eine super Stimmung, wie die halbe Uni ihr Team anfeuert. Und natürlich haben wir gewonnen mit fast doppelt so vielen Punkten. Ein Glück war es Baskettball. Da versteh ich wenigstens die Regeln und es ist ein schöner Sport. Bei Football hätte ich gar nicht gewusst, was los ist. Danach sind wir erstmal etwas zurück in unsere Appartments und Denise, Lisa, Maike und ich sind dann noch nach Downtown Riverside gefahren. Da haben wir erst was gegessen und dann fing das Trinken an. Und ich muss sagen, ich war mega betrunken. Sieht man auch daran, dass mir Männer schreiben, an die ich mich null erinnere. Von unserem letzten Downtownbesuch waren auch ein paar Männer da, mit denen wir dann noch den Abend verbracht haben. Um 2 schließen ja die Clubs da. Also haben wir irgendeinen gefragt, ob der uns nach Hause fährt. Irgendwie finden wir immer einen Doofen, der uns umsonst fährt. Die anderen sind dann ins Bett gegangen, aber ich natürlich nicht, weil 2 Uhr viel zu früh ist um eine Party zu beenden. Also ab auf die Appartmentparty der Franzosen. Da war ich auch das erste Mal alleine. Meistens geh ich mit Jacqueline hin. Aber die war ja in San Diego. Aber es waren ja noch ein paar Leute da, die ich kannte. Ein Franzose hatte sogar extra auf mich gewartet, als der gehört hatte, dass ich noch vorbeikomme. Ist ja irgendwie süß. Ansonsten waren noch paar weitere Franzosen da, die ich gut kenne und noch 2 Amerikanerinnen, die ich hier kennengelernt habe. Weniger toll war, dass ich so spät kam, dass kein Alkohol mehr da war und somit mein Pegel sank und wenn der sinkt, werd ich relativ schnell müde. Also gegen 4 bin ich vor Müdigkeit fast vom Stuhl gefallen und auch mal endlich gegangen. Am Sonntag habe ich dann wirklich den kompletten Tag geschlafen. Und dann war das Wochenende auch schon wieder um. Sehr geil, war auch, dass sich Chloe, eine der Französinnen, am nächsten Tag bei mir beschwert hat, dass ich mich nach der Party nicht von ihr verabschiedet habe. Ich hab mich ungefähr 5 Minuten von der verabschiedet. Da war wohl jemand auch nicht mehr so nüchtern.

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Ich find es ja echt beeindruckend, wie viel lockerer die Amis sind. In Deutschland wird man ja so gut wie nie von Typen angesprochen und hier ewig. Teilweise schon zu nervig. Genauso wie die Frauen. Denise und ich waren letztens in einer Bar und die Kellnerin hat uns so zugetextet, dass ich mich gar nicht un Ruhe mit Denise unterhalten konnte und das schon genervt hat. Ich glaub ihr war langweilig und die brauchte Unterhaltung. Franzosen sind aber auch viel cooler drauf als deutsche Männer. Wenn von denen nur nicht fast jeder kifft oder auch teilweise schlimmeres konsumiert, wäre da ja auch der ein oder andere dabei. Deutsche sind jedenfalls extrem verklemmt.
In 30 Tagen geht mein Flug nach Hause und die Zeit rast. Ich freu mich wirklich nach Hause zu meiner Familie zu fliegen. Bin aber auch etwas traurig, dass mein Quarter dann zu Ende ist und ich die meisten meiner neuen Freunde nicht wiedersehen werde, da diese nur ein Quarter hier waren. Find ich echt schade, dass ich dann quasi bei Null anfangen muss und mir einen komplett neuen Freundeskreis aufbauen muss. Wenn noch Leute hier wären über Weihnachten würd ich auch sofort hier bleiben und die Zeit mit denen verbringen. Aber es ist ja wirklich niemand hier und dann wird das hier bestimmt etwas arg trostlos. Also freu ich mich schon, wobei es auch ein paar Menschen aus Marl gibt, denen ich nicht unbedingt begegnen muss und wo ich eigentlich froh bin, dass ich die so lange nicht sehen muss. Mein Auslandssemester finde ich super, allerdings stört mich schon, dass ich nicht wusste, dass die anderen internationalen Studenten nur ein Quarter hier bleiben. Somit hab ich ja fast 2 Auslandssemester, da sich einmal komplett die Leute ändern, mit denen ich die Zeit verbringe.
Nächstes Wochenende wird wahrscheinlich auch entspannt. Wir sind auf einem Thanksgivingdinner von einer Schwesternschaft, einer Verbindung, eingeladen. Da werd ich auch mal direkt gucken, wie mir so etwas gefällt und ob ich im nächsten Quarter einer beitrete.
Liebe Grüße, Jill

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