Halloween in Hollywood

Hi ihr Lieben,
das letzte Wochenende habe ich mit einer Freundin in L.A. verbracht. Freitag mittag haben uns zwei andere Freundinnen, die das Wochenende auch in L.A. verbracht haben und daher ein Auto gemietet haben, mit nach L.A. genommen. Die beiden haben in einem Motel übernachtet und Denise, die unter anderem auch mit in Las Vegas war, und ich sind nach El Segundo zu Melina, die andere die mit in Las Vegas war, gefahren. Da sie ein Praktikum dort macht, kriegt sie eine Wohnung gestellt, in der wir dann auch übernachten durften. Mittlerweile war schon nachmittag und Denise und ich waren erst noch beim Chinesen um die Ecke, damit Melina zu Ende arbeiten konnte. Als wir zurück waren, kamen auch schon bald zwei weitere Mädels, die in Dortmund studieren und mit Denise und mir an der UCR studieren. Meike und Lisa, wie die beiden heißen, blieben aber auch nur für eine Nacht. Bald fingen wir dann an uns für Halloween fertig zu machen, während wir California Champagne, der gerade mal 3 Dollar kostete und auch so schmeckte :D, tranken und nebenbei etwas Hip Hop hörten. In Amerika, zumindest in den Großstädten, verkleiden sich viele nicht wie in Deutschland gruselig, sondern je sexier und je weniger bekleidet desto besser. Liegt wahrscheinlich daran, dass Amerika sonst eher prüde ist und Halloween quasi die Gelegenheit ist die Schlampe in einem rauszulassen. So haben wir uns allerdings nicht gekleidet. Unsere Outfits glichen definitiv keiner Unterwäsche. Zur Fortbewegung benutzen wir meistens die App Lyft oder Uber, wo Privatpersonen für weniger Geld als normale Taxen einen dahin fahren, wo man hin will. Wurde in Deutschland mal verboten. Wir hatten auch noch zich Gutscheincodes für diese Apps. Als wir alle fertig waren, stieg der Preise aber leider auf das Doppelte, da Halloween war. Wir wollten nämlich zum Santa Monica Blvd, wo ein Straßenfestival ist, auf dem über eine halbe Million Menschen sind. Da war ich auch schon vor 3 Jahren. Normal kostet die Fahrt jedenfalls von Melina zu unserem gewünschten Zielort um die 30 Dollar mit Uber. Nun waren es über 60. Da wir einen Gutscheincode für 30 Dollar hatten, haben wir es aber schließlich gemacht. Zu fünft war es auch schwerer ein günstiges Taxi zu finden, da es weniger Großtaxis gibt als normale. Angekommen am Zielort fing es leider immer mal wieder an zu regnen. Einziger Pluspunkt: Zwischen all den Menschen wurd einem nicht kalt. Wir sind den kompletten Santa Monica Blvd abgelaufen. Dort gibt es mehrere Bühnen und Menschen mit den lustigsten und kreativsten Kostümen, die die meisten über einen langen Zeitraum selber gebastelt haben. Auf den Bühnen wird leider überhaupt nicht meine Musik gespielt. Aber gut, Hip Hop ist vielleicht auch nicht wirklich passend für Halloween. Außerdem gab es viele Essensgelegenheiten und ich glaube dort durfte man auch öffentlich Alkohol trinken. Zumindest habe ich viele selbiges tun sehen. Sonst ist das ja in Amerika strikt verboten. Und Amis sind was Strafen angeht ehrlich gesagt total bescheuert. Melina ist auf dem Hinweg nach Vegas etwas über 10 Mph (miles per hour) zu schnell gefahren und hatte vor kurzem einen Brief bekommen: über 300 Dollar Strafe. Übertrieben! Aber Waffenbesitz und Gras rauchen ist legal. Geile Gesetze.
Naja zurück zum Thema! Zwischenstop wurde dann bei Five Guys gemacht. Oh wie ich diesen Laden liebe. Und sie haben auch bessere Burger als In’N’Out Burger. Ich hab jetzt den Vergleich :D! Allerdings waren die Gurken aus, was meine Euphorie etwas dämpfte. Ursprünglich wollten wir uns an einer Stelle mit einem Discopromoter um 11 treffen. Leider haben wir es nicht rechtzeitig geschafft und somit wurde aus der Disco nichts. Sind dann etwas weg vom Santa Monica Blvd gelaufen, da einen von da eh kein Taxi abholen kann und haben unterwegs einen kleineren Club gesichtet, der sogar umsonst war. Also wurde da noch etwas getanzt. Später als wir nach Hause wollten, stieg der Uber-Preis auf das 5-fache und somit war der geschätzte Preis bei über 200 Dollar, was einfach viel zu teuer war, wenn man bedenkt dass die Strecke normal nur 30 kostet. Denise und ich haben dann einen normalen Taxifahrer gefragt und er hat uns die Fahrt für 100 angeboten und da wir zu fünft in ein normales wollten, was illegal ist, hat er auf 120 erhöht. Immernoch übertrieben teuer, aber irgendwie mussten wir ja nach Hause kommen und es war mittlerweile mega kalt, war immer mal wieder am Regnen, wir hatten viel zu wenig an (dank Halloween) und unsere Füße schmerzten von den High Heels. Also haben wir das Taxi genommen. Bei Melina angekommen, haben wir uns erstmal vor einen Heizlüfter gehockt und sind dann irgendwann eingeschlafen.
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Am Samstag haben wir ziemlich lang geschlafen (bis 11 circa) und bis alle fertig waren, war es Mittags. Nach einem gemeinsamen Frühstück ging es ab nach Venice Beach. Allerdings nur zum Spazierengehen und nicht wirklich zum Strand. Es war viel zu kalt und extrem windig. Lunch gab es beim Mexikaner, weil ich ja hier so selten Wraps esse :D. Danach sind Lisa und Meike wieder zurückgefahren und wir drei sind auch zurück zu Melina gefahren. Am Abend stand feiern in Hollywood auf dem Plan. Joseph, ein Promoter, konnte uns umsonst in den Club „Supperclub“, einer der besten Clubs in Hollywood, bringen. Also haben wir uns fertiggemacht und sind dann mit Uber rein nach Hollywood an den Walk of Fame gefahren. Diesmal war die Fahrt umsonst, dank 30 Dollar Coupon und normalen Preisen. Es war einfach schon wieder unwahrscheinlich kalt und so haben wir uns von Laden zu Laden gerettet und haben vor dem Feiern noch ein paar Fotos am Walk of Fame gemacht und waren etwas bummeln (ohne zu shoppen) und haben unser Make-Up umsonst bei Sephora von Visagisten auffrischen lassen. Man nimmt mit was man kriegen kann und wann gibt es schon was umsonst. Ich hätte schon wieder tausend Sachen kaufen können, was allerdings ohne Geld etwas schwierig sein könnte. Gegen 11 ging es in den Club. VIP-Lounge und kostenlose Getränke. Wie es sich eben gehört :D. Allerdings sollte man auf seine Getränke aufpassen, man weiß ja nie was auch so Promoter im Schilde führen. Viele haben sich immernoch in ihr Kostüm geschmissen. Halloween wird hier etwas länger gefeiert. Somit hatten wir drei Schlampen in unserem Bereich, die eigentlich auch nackt hätten kommen können. Eine von denen musste natürlich, wie konnte es anders sein, als Playboyhäschen kommen. Eine andere, die sogar recht nett zu uns war, war in Tarnsachen verkleidet a la „Survivor von Destiny’s Child“. Um sie herum hing eine Kunstschlange, die allerdings so echt aussah, dass ich dank meiner Phobie schon wieder Panik bekam und kaum Luft bekam. Trotz der Tatsache, dass ich wusste, dass die unecht ist, brauchte ich glaub ich ne halbe Stunde um wieder etwas klar zu kommen. Selbige Frau gab mir dann noch einen Lapdance (wie gesagt nuttiger ging es nicht) und ich kann mir ja nichts schöneres vorstellen als von einer Frau einen Lapdance zu bekommen. Und der Tanzstil ist hier ungefähr so bei Frauen: Hände auf den Boden und Arsch in die Höhe und ne Runde twerken. Leicht anders als in Deutschland. Was ich allerdings gut an L.A. finde ist, dass es wirklich „leben und leben lassen“ heißt. Du kannst schlampig sein, du kannst prüde sein, keiner urteilt wirklich über dich. Irgendwie ist jeder akzeptiert. Musik war super. Genau mein Ding. Hip Hop wie er mir gefällt. Also nach ein paar kostenlosen Drinks ging es raus aus dem VIP Bereicht und lieber auf die Tanzfläche, wo man um einiges besser tanzen kann. Zwischendurch regnete es Dollarscheine von der Decke und da da ja alle ach so reich und cool sind, hat es kaum jemanden interessiert. Ich und meine Mädels also aufgehoben, was wir finden konnten. Es ist Geld! Und ich finde es leicht abartig, wenn Leute einfach so auf Geld rumtanzen und einen auf „ich habs nicht nötig Dollars zu sammeln“ machen. Immerhin 16 Dollar gesammelt. War schon wieder der Tag umsonst und die Pizza für nach der Disco war auch umsonst. Um 2 schließen allerdings die Clubs in L.A., was echt schade ist. Man feiert hier echt nur so 3 Stunden und geht dann eher auf private After-Show-Partys. Allerdings fragen wir uns bis heute, ob wir nicht vielleicht doch noch eine Stunde hätten bleiben können. Wir sind kurz vor 2 gegangen, da wir dachten so dem Andrang und zu teuren Taxipreisen zu entgehen. Allerdings wurde um 2 die Uhr eine Stunde zurückgestellt und der Taxifahrer meinte, dass er denkt, dass dann auch eine Stunde länger offen ist. Nun war es zu spät und wir sind zurück zu Melina gefahren und auch bald ins Bett. Allerdings haben Denise und ich noch länger gequatscht und somit hatte ich einen Lachkrampf nach dem nächsten, was nicht gerade dazu beiträgt, müde zu werden.
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Am Sonntag haben wir natürlich trotz Wecker stellen verschlafen und somit ging es nach komischsten Frühstück (Denise hat ihren Burritto vom Vortag weitergegessen und ich die Pizza aus Hollywood :D) nach Redondo Beach. Juhu. Da wo ich vor 3 Jahren gelebt habe. Immernoch mein absoluter Lieblingsplatz auf dieser Welt und wo ich am liebsten leben würde. Hier ist alles viel ruhiger und entspannter als in L.A. selbst. Erstmal ist es ein echt schöner Ort mit vielen Restaurants und auch Shoppingmöglichkeiten sind nicht weit weg. Die Leute sind hier auch irgendwie anders. Total freundlich, aber nicht dieses falsche oberflächliche amerikanische freundlich sein, sondern wirklich herzliche Menschen. Außerdem sieht man hier mehr normale Menschen. Also wenn man in L.A. oder auch in Riverside ist, sieht man nämlich die komischsten Menschen teilweise, die einem auf einmal aus dem Nichts beleidigen oder im Schlafanzug herumlaufen. Also es gibt kaum eine Menschenart, die ich hier noch nicht gesehen habe. Die Menschen in Redondo sind auch toller als die Deutschen. Kann man nicht beschreiben, muss man erleben und empfinden. In dieser Gegend werd ich irgendwie viel ruhiger, entspannter und zufriedener. Ich weiß auch nicht, warum Redondo diese Wirkung auf micht hat. Aber hier bin ich irgendwie anders. Damals meinte schon eine Lehrerin bei EF zu mir, dass ich immer am strahlen bin und ganz ehrlich, das würde in Deutschland kein Mensch über mich sagen :D. Somit sind wir etwas weiter spazieren gewesen (von Hermosa zum Redondo Beach Pier). Ich hab Denise, die auch ein O.C. California Fan ist, die Drehorte gezeigt. Zu meinem alten Wohngebiet sind wir allerdings nicht gelaufen. Wäre auch zu weit gewesen und wollte ich denen jetzt nicht zumuten, nur um mein altes Appartment, die EF Schule und mein Viertel von damals zu sehen. Also sind wir wieder Richung Hermosa gelaufen und sind auf dem Rückweg zur Cheesecake Factory gegangen. Es gab Brot mit Butter umsonst und das war endlich mal gutes Brot, denn von Brot haben die hier keine Ahnung. Bestellt habe ich mir Spaghetti mit Tomatensoße und Fleischklößchen und OH MEIN GOTT war das lecker. Danach mussten Denise und ich natürlich noch einen Cheesecake probieren, wenn man schon bei der Cheesecake Factory ist. Und auch der war der hammer. Weder Nudeln noch Käsekuchen haben wir geschafft, also alles eingepackt und als Mitternachtssnack später gegessen bzw die Nudeln gab es zum Frühstück am Folgetag. Am Abend wurd es diesmal entspannt und somit haben wir über Netflix zwei Filme geguckt (Sex on The Beach und Alpha House), die einfach total schlecht waren und richtig klischeehaft. Aber naja leichte Unterhaltung. Melina ist nach dem ersten Film schlafen gegangen und Denise und ich haben weitergeguckt, haben das Ende aber nicht mehr mitbekommen, da wir auch eingeschlafen sind. Irgendwann sind wir rüber ins Bett und haben dann auch geschlafen. Um 7 sind wir aufgestanden, da wir um 8 das Uber-Taxi zum Zug nehmen wollten und Melina eh um 8 arbeiten musste. Sie hat den kürzesten Arbeitsweg der Welt, da das Büro nur durch eine Tür von ihrem Appartment getrennt ist. Um 8 haben wir also das Taxi genommen, haben dann von der Union Station den Zug für 11 Dollar nach Riverside genommen und sind dann weiter in den Bus in die Ecke, in der wir wohnen. Also billig ist die Fahrt (für 11 Dollar von L.A. nach Riverside kann man nichts sagen), allerdings hat es alles in allem 4 Stunden gedauert. Um 12 waren wir erst da. Abends hatte ich dann mein Midterm in Advertising und Promotion Management und denke, dass es ziemlich gut gelaufen ist.
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Es war echt ein schönes Wochenende und ich freu mich schon aufs nächste.
Leider habe ich echt wenig Kontakt zu Amis, was ich mehr als schade finde. Und ich spreche durch meine Bekanntschaften hier viel zu oft noch deutsch. Aber im zweiten Quarter werd ich definitiv Organisationen beitreten, um das zu ändern.
Am Wochenende geht es jedenfalls 2 Tage nach San Diego (ohne Übernachtung) und einen Tag nach L.A., um noch vieles zu erledigen, was wir gerne sehen wollen bevor es eventuell winterlich wird. Allerdings war das Wetter vom Wochenende nicht von Dauer. Es sind schon wieder 30 Grad und ich konnte wieder am Pool liegen. Also der Sommer ist wieder da!
Liebe Grüße, Jill

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